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Artikel vom 06.10.2014:

2014 European Phoniatrics Voice Award geht an Prof. Dr. Matthias Echternach

Für seine Forschung zum Thema „Vocal fold vibrations at high soprano fundamental frequencies“ wurde der Oberarzt des Freiburger Instituts für Musikermedizin mit dem von XION gesponserten Preis der Union der Europäischen Phoniater gewürdigt.

Aufgrund technischer Einschränkungen war es bisher nicht möglich, die menschliche Stimme bei sehr hohen Grundfrequenzen visuell zu analysieren und im Detail zu verstehen. Mithilfe neuester endoskopischer Technologien konnte Prof. Dr. med. Matthias Echternach vom Universitätsklinikum Freiburg aufzeigen, dass auch bei 1568 Hz die Stimmlippen bei vollständigem Verschluss Schwingungen produzieren. Kurzum: Auch bei Sopranistinnen wird die Stimme durch die Modulation des Luftstroms über Stimmlippenschwingungen produziert. So konnte er einige Hypothesen widerlegen, indem er bewies, dass die Stimmproduktion bei sehr hoher Grundfrequenz weder von Turbulenzen noch von Wechselwirkungen zwischen Vokaltrakt und Stimmlippen noch von Stimmlippenschwingungen ohne Verschluss verursacht werden. Der European Phoniatrics Voice Award 2014 wurde an Prof. Dr. Echternach verliehen, um diesen wichtigen Beitrag zur Vertiefung unseres Verständnisses der menschlichen Stimme zu würdigen.

Matthias Echternach (geb. 1973) sang als Knabe im Knabenchor Hannover und an der Staatsoper Hannover. Nach seiner medizinischen Promotion wurde er Facharzt für HNO. Seit 2011 fungiert er als Oberarzt am FIM, 2013 wurde er zum außerplanmäßigen Professor der Universität Freiburg ernannt. Für seine Forschungstätigkeit im Bereich der Stimmregister hat er mehrere Preise bekommen, ist aber weiterhin als Tenor solistisch und in mehreren Ensembles tätig.